Ironman Kärnten (von Joost)

geschrieben von Eric Borger am 08.07.2007


Ironman Kärnten 2007 in Klagenfurt

4.7.2007 Die Anreise:
Morgens um 09h00 ging es los. Der Klagenfurt Express verlässt das heimische Wachenbuchen um via Flörsheim (Annika) und Obernau (Bettina) den möglichst direkten Weg nach Ösiland einzuschlagen. Nach 200km die erste Pinkelpause. Ich war großzügig und gab einen aus. 3 Personen pinkelten also auf meine Kosten. Das Wetter ist extrem schlecht aber das trübt die Stimmung nicht. Nach glatt 7 Std. Fahrt sind wir um 18h00 dann am Ziel (auf jeden Fall eins unserer Ziele dieser Reise). Ein unglaublicher Ausblick aus unserem Fenster….der Wörthersee. Blau wie auf Ansichtskarten und dahinter die Alpen (sind das die Alpen?? Ja oder?). Nach einem Kurzbesuch beim Italiener direkt ins Bett.

5.7.2007 Tag 2:
Aufgestanden um 9 und siehe da. Ein lange nicht gesehener aber immer wieder gern begrüßter Freund ist da……Die Sonne. Für die die vergessen haben sollten was das ist. Dieses große gelbe Ding da ober dat warm macht heißt Sonne. Nach dem Frühstück ab zur IM Messe um die Startunterlagen abzuholen. Also ich weiß nicht wie es andere sehen aber diese Messe ist geil. Super gemacht und einfach 1000 mal schöner als diese zusammengewürfelten Stände in Frankfurt. Vielleicht macht das auch die Lage. Direkt am Wörthersee gelegen…das macht schon was her.
Nachmittags waren Annika und ich noch mal ein Stündchen radeln. Super schön hier in der Gegend. Danach Abendessen (ich habe gekocht) und ins Bett. Um 1h15 nochmal aufgestanden weil der Alex angekommen ist und die Pension ohne fremde Hilfe nicht findet.

6.7.2007 Tag 3.
Vorm Frühstück laufen gewesen was immer mehr Spaß macht da das Wetter echt schön geworden ist. Der Wetterbericht verspricht viel Gutes für die kommenden Tage. Die Beine fühlen sich gut an. Die geschätzten 12-13 km gehen wirklich locker also schauen wir mal wie dat so weiter geht. Nach dem Frühstück Alex` Unterlagen abholen und danach mit dem Auto die 90km Radrunde mal abgefahren……..MEINE FRESSE, die hat es in sich. Ich weiss nicht wieso Veranstalter solcher Events immer der Meinung sind man müsse alle Berge der Gegend mitnehmen….Scheiß die Wand an..Heftig!!! Deutlich beeindruckt geht es wieder nach hause und abends auf die Pastaparty. Schlechter Salat, schlechte Nudeln, und schwreinewarmes Zelt. Da kriegt man für seine €20 alles geboten was das Herz begehrt. Immerhin war der Nachtisch echt lecker.

7.7.2007 Tag 4
Nebst zig Hochzeiten die wir gesehen haben (muss wohl das Datum sein) gab es heute noch die Wettkampfbesprechung und die Radabgabe. Bei der Wettkampfbesprechung gab es nichts neues außer, dass wir mit Neo schwimmen dürfen und auf einem gewissen Teilstück auf der Radstrecke, wo wir uns entgegen kommen, nicht überholen dürfen.

13h00: Radabgabe…..JETZT WIRD ES ERNST. Mir kribbelt es langsam in de Bauch und mir ist schlecht..ich muss was essen, habe aber angst genau dies zu tun da ich mich übergeben muss…..hoffentlich geht dass bald vorbei. Alex und Annika dürfen ihr Rad erst um 17h30 abgeben. Geduld ist also gefragt. Mittagessen macht das warten erträglicher (es ist auch drin geblieben)

8.7.2007 Raceday

um Halb 4 (die Ironman erprobten unter uns kennen es) ist die Nacht vorbei. Hätte aber auch eine Stunde eher sein können…ich war eh schon wach. Ich weiß, ich weiß, was soll denn die ganze Aufregung? Also ich weiß ja nicht wie es euch immer geht aber ich bin einfach aufgeregt und nervös. Habe keine Lust zum essen und mir ist schlecht. Ansonsten geht es mir blendend.
04h45: Abfahrt richtung Klagenfurt. Wir wohnen in Pörtschach und das ist nur eine Viertel Stunde entfernt. Deshalb sind wir vieieieieieiel zu früh da..aber was solls..und wir sind noch nicht einmal die ersten also bitte. Um 5 macht die Wechselzone nochmal auf und das nervöse Reifen aufpumpen, Beutel auspacken, einpacken wieder auspacken, ach war ja doch alles drinne also wieder einpacken beginnt. Ich wiederhole mich ja ungern aber beim Laufbeutel ging es genauso. Danach nochmal aufs klo und ab ins Strandbadgelände wo der Start stattfindet. Das Wetter ist optimal. Kein Wind, 15 Grad oder so und spiegelglatter Wörthersee.
6h30: die Athleten werden gebeten in Richtung wasser zu gehen…..mir ist immer noch schlecht
6h55: während die Pro,s schon seit 25 Minuten im wasser liegen dürfen jetzt auch wir, die 0815 sportler in kühle Nass und der See fängt an zu kochen.
7h00: STARTSCHUSS!!! Alle Nervosität fällt von einem ab den der kampf ums überleben fängt an. Immerhin wollen alle andere über mir drüber, unter mir duch oder sonst wie an mir vorbei…welches es natürlich zu verhindern gilt. Es ist eigentlich ein recht schöner Schwimmkurs. 1500 Meter in Richtung erste Boje, dann 300 Meter nach rechts zur zweiten um dann 2000 Meter wieder zurück zu schwimmen. Die letzten 800 davon in dem Kanal. Darauf hatte ich mich eigentlich gefreut. Tausende Zuschauer an beiden Seiten die dir zujubeln und dich ggf. Erkennen..auf jedem Fall sehr nah drann sind….also das mit dem einfädeln klappt nicht nur auf der Autobahn vor Baustellen nicht. Ironmänner und Frauen haben das ebenfalls nicht drauf. Wie in einem Trichter staut sich die Menge die auf dem See wunderbar Platz hatte in dem Kanal und das gehaue und getrete wie beim Start geht schon wieder los. Das sind verdammt weite 800 Meter.

Das Radeln:
Nach 1Std09 (PR!!!) aus dem wasser und 5 Minuten später auf dem Rad. Es geht super cool los. Am Wörthersee entlang ist es flach bis abschüssig und somit sind die ertsen 30 km in 40 Minuten vorbei. Danach geht es etwas welliger weiter bis km 60. Dann kommt er. Man sieht ihn eigentlich gar nicht so recht bis man merkt das man drauf ist und die Buchsatben der Namen auf den Strasen nicht mehr unter einem Vorbei schiesen sondern man die Namen tatsächlich lesen kann. DER HUPERTIBERG!!!!!! Ein echt ekliges Ding das die Welt nicht braucht. Wenn man das Gefühl hat ober zu sein guckt man nach vorne und schwupdiewupps geht es schon wieder weiter hoch…blääääääääääääääää.
Ja, ja..ich habe es gewusst und bin die sStrecke vorher abgefahren…..ABER DAS WAR MIT DEM AUTO!!. Ich finde, das Berge Grundsätzlich für Fahräder gespert werden müssen. Oben angekommen geht es dann relativ locker mit noch so 1-3 Steigugen wieder in Richtung Klagenfurt….Wendepunkt nach 90km..35 kmh Schnitt !!! Lief ja bis jetzt ganz gut. Aber irgendwie muss das dann doch zu schnell gewesen sein denn die 2. Runde ging irgendwie gar nicht mehr. Das 2. mal Hupertiberg hat echt weh getan und nur die viele andere die sehr nah an mir vorbei gefahren sind sorgten dafür das ich nicht umgefallen bin. Fix und fertig beende ich das Radeln nach 5h46 (goodbey 35er Schnitt)

Das Laufen.
Im Wechselzelt haben 3 Leute auf mich eingeredet um mich letztendelich zu überzeugen los zu laufen. Von diesem Augenblick an waren Bestzeit, Schneller als wer auch immer undsoweiter undsofort völligst egal….es ging nur noch ums ankommen. Die Laufstrecke fand ich persönlich nicht ganz so schön. 2 Runden á 21 km mit vielen Zuschauer an nur 1 Stelle. Ansonsten war es eine recht einsame angelegenheit. Irgendwann kam mir dann der Alex entgegen (man bemerke: er war hinter mir) Und bei km 38 hab ich auf Ihn gewartet (oh ich barmherziger) um zusammen mit Ihm ins Ziel zu laufen. Nach 12:54:18 hatte der Spuck ein Ende und wir waren beide zwei sehr glückliche Ironmänner. Wie auch in Frankfurt entschädigt der Zieleinlauf für die ganze Quälerei davor. Stolz wie Oscar und Hungrig wie ein Löwe sind wir dann ins Finisherzelt wo es endlich die seit Km 5 auf der Laufstrecke gewünschte Biere und Pizzen gab (gesund kann ja schließlich jeder). Mal abgesehen davon das die Duschen dann Kalt waren und wir es somit vorgezogen haben zuhause zu duschen war es dann doch eine sehr gelungene Veranstaltung. ….

TO BE CONTINUED……
nächstes Rennen: 25.8.2007. Langdistanz in Almere, Holland

Bis Dahin
Joost

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